Welche Kreditarten gibt es?

Es gibt viele verschiedene Darlehensarten. In der Praxis unterscheiden sich diese in der Art der Tilgung und in der Unterscheidung nach Sicherheit vs. Flexibilität.

Annuitätendarlehen

Die meisten Kunden entscheiden sich für ein Annuitätendarlehen. Das ist der Klassiker unter den Baufinanzierungen. Die Rate bleibt jeden Monat gleich und der Zins ist für lange Zeit gesichert.

Volltilgerdarlehen

Das Volltilgerdarlehen ist ein besonderes Annuitätendarlehen. Die Rate steht auch hier fest. Sie ermittelt sich anhand der gewünschten Laufzeit des Kredites. Am Ende der Vertragslaufzeit sind bei einem Volltilgerdarlehen keine Schulden mehr offen.

Die Zinssicherheit ist für den kompletten Zeitraum gegeben. Einige Banken geben einen Rabatt für eine Volltilgung. Denn die Zinseinnahme für die Bank ist ebenso gesichert. Im Gegenzug sind Sondertilgungen hier zum Teil nicht möglich. Der Vertrag ist von A bis Z geplant und jede einzelne Sondertilgung verschiebt damit die Planung. Das soll damit ausgeschlossen werden.

Konstant-Darlehen

Die Kombination aus einem Bausparvertrag und einem Annuitätendarlehen nennt man Konstant-Darlehen.

Hier zahlst Du zunächst nur Zinsen an die Bank für die Vorfinanzierung der Bausparkasse. Die Schulden bleiben in Höhe des ursprünglichen Betrages stehen. Parallel sparst Du die Tilgung in einen separaten Topf in den Bausparvertrag.

Diese Finanzierungsart wird seltener genutzt. Die Abschlussgebühren bei der Bausparkasse liegen bei 1 – 1,6% der Darlehenssumme. Sie ist z.B. sinnvoll für vermietete Immobilien, wenn die Kosten absichtlich hoch ausfallen sollen. Bei dieser Variante zahlst Du über den Zeitraum mehr Zinsen als bei einem Annuitätendarlehen. Im Gegenzug ist es eine Möglichkeit, sich schon heute sehr gute Zinssätze für die Zukunft zu sichern. Wichtig ist hier ein genauer Vergleich aller Kosten. Die Verzinsung des Bausparvertrages ist zum aktuellen Stand eher gering. Das kann sich in Zukunft wieder ändern und das Modell attraktiver gestalten.

Variable Darlehen

Wer eine flexible Lösung benötigt, kann sich bei den Flexdarlehen umschauen. Hier gibt es keine feste Zinsbindung. Die Kredite sind dadurch eine gute Übergangslösung. Die Höhe des Zinssatzes passt sich alle 3 Monate an den EURIBOR und damit dem Markt an.